Am 30. Juni werden wir über die Steuerreform abstimmen. Davon profitieren nur die Aktionäre der rentabelsten Unternehmen zum Schaden der Bevölkerung.

Millionen Steuerverluste...

Die Steuerreform des Staatsrates sieht neue Steuerabzüge und die massive Absen- kung des Steuerfusses für Unternehmen von 19.86 % auf 13.72 % vor.

Diese Reform führt zu hohen Einkommenslöchern für Kanton, Gemeinden und Pfar-reien: gemäss offiziellen Schätzungen zu über 74 Mio. Franken Verluste ab 2020 und zu über 163 Mio. Franken ab 2030. Reiche Aktionäre werden diese Gelder abzocken. 128 Gemeinden von 136 im Kanton werden weniger Einkommen haben.

...die sich auf dem Buckel der Bevölkerung abspielen!

Der Finanzminister, Georges Godel, hat es angekündigt: „Jeder verlorene Franken muss durch neue Einkommen oder durch Sparmassnahmen im öffentlichen Bereich ersetzt werden.” (La Gruyère, 16.02.13). Leider ist es die Wahrheit. Im Kanton Luzern, wo man die Steuern der Unternehmen auch halbierte, mussten die Schulen wegen Sparmass-nahmen eine zusätzliche Woche geschlossen werden; Outsourcing und Mangel an Pfle-gepersonal haben die Qualität der Pflege in den Spitälern beeinträchtigt. Vereine undKultur leiden ebenfalls unter Sparmaßnahmen.

In Freiburg werden die Steuersenkungen ebenfalls entsprechende Budgetkürzungen in Spitälern, Schulen, Alterspflege, Kinderbetreuung, Strassenunterhalt und im öffentli-chen Verkehr vorgenommen werden müssen. Höhere Einkommenssteuern werden sich unweigerlich auf unsere Kaufkraft auswirken. Wir sind alle betroffen!

Drohungen mit Arbeitsplatzverlusten

Die BefürworterInnen behaupten, die Reform würde Arbeitsplätze erhalten. Falsch! Ausser Briefkastenfirmen, die keine Arbeitsplätze schaffen, haben Betriebe, die sich bei uns niederlassen, viele andere Gründe als die Besteuerung. Da spielen die Quali-täten der Infrastruktur, der öffentlichen Dienste, der Hochschulen, der Arbeitskräfte, Bauland und Wohnraum usw. eine grössere Rolle als der Steuerfuss. Das vorgese-hene Finanzloch hingegen würde zu Arbeitsplatzverlusten in Schulen, Spitälern, ÖV usw. führen. Hunderte von Arbeitsplätzen sind bedroht.

09. Jun 2019